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Einführung - warum Malen, warum mit Ölfarben?

Die Ölmalerei ist einer der ältesten Bereiche der darstellenden Kunst und bestimmt einer der spannendsten.

Das als Bindemittel der Farben verwendete Öl bringt eine Reihe Komplikationen mit sich, die jedoch mehr als ausgewogen werden durch eine Reihe Vorteile.

Schwieriger?

Das Öl erschwert die Maltechnik, indem es im Laufe des Trocknens sein Volumen erst vergrößert um schließlich zu schrumpfen. Um das Ablösen des Gemäldes von seinem Malgrund (also Folge dieser Volumenveränderung) zu verhindern, ist es nötig bei der Schichtweisemalerei den Gehalt einzelner Malschichten aufeinander abzustimmen (die Regel “Fett auf Mager”), so dass die untersten Schichten weniger Öl enthalten als die oberen.

Das Trocknungsverhalten einzelner fetten Öle und ihre Verwendungsmöglichkeinen in der Ölmalerei ist hier: Öle/Trocknungsverhalten beschrieben.

Einzigartig!

Gleichzeitig sorgt das getrocknete (ausgehärtete) Öl für eine stabile Verbindung zwischen der Malunterlage und Pigment und schirmt den Pigmentauftrag weitgehend vor den Einflüssen der Umwelt ab (sowohl als Bindemittel als auch als Firnis auf Leinölbasis).

Die eigentliche Einzigartigkeit des Ölgemäldes liegt an seinen optischen Eigenschaften. Das Öl besitzt einen Brechindex (eine Zahl, die das Verhalten von Licht an der Grenze zwischen zwei Medien - hier Luft und Farbauftrag - beschreibt) der für andere Bindemittel unerreichbar ist. Der Unterschied zwischen Brechindexen des Bindemittels und der Pigmente ist Ursache vieler optischen Effekte, die die Ölmalerei einmalig machen.

Funktion der Ölfarbe

Im Gegensatz zur Acrylfarbe, Wassermalfarbe, Tempera, usw. verdunstet Öl nicht beim Trocknen des Gemäldes - das Bindemittel behält auch nach dem Trocknen seine Eigenschaften, sodass sich z.B. die Farbtöne auch nach dem Aushärten der Ölfarbe ihre ursprünglichen Werte behalten.

Gekonnte Anwendung von Pigmenten und die entsprechende Maltechnik führen zu einem besonderen Effekt - die Ölbilder “strahlen” im einfallenden Licht.

Diese Erscheinung tritt besonders dann hervor, wenn mit lasierenden Pigmenten auf hellen Untergründen gemalt wird.

Heutzutage steht dem Maler eine breite Palette an Pigmenten zur Verfügung.

Je nach chemischer Zusammensetzung oder auch Korngröße der Pigmente erscheint der Farbauftrag deckend oder lasierend. Diese Variationen sorgen für eine Fülle möglicher Maltechniken.

Ölfarbenzusammensetzung siehe hier : Ölfarbe/Zusammensetzung

Pigmente

Eine Übersicht über die Pigmente, sortiert nach Farben:

Pigmente-violett

Pigmente-blau

Pigmente-grün

Pigmente-braun

Pigmente-rot

Pigmente-weiss

Pigmente-gelb

Reinigung der Utensilien

Zur Reinigung der Pinsel verwendet man üblicherweise Terpentin oder Terpentinersatz, da Ölfarbe im Wasser nicht löslich ist. Diese Methode ist mit starker Geruchbelästigung verbunden, ist jedoch leicht umzugehen. Wie? Das könnt ihr hier nachlesen: Pinselreinigung

Maluntergründe

Als Malgrund für Ölbilder werden seit Jahrhunderten Holzplatten verwendet. Diese wurden mit der Zeit von Leinwand verdrängt, die auf Holzrahmen gespannt wird. Im Prinzip kann man auf allen leicht saugenden Untergründen malen - Holz, Leder, präpariertem Stoff, usw. Einzelheiten über Malgründe lesen sie bitte hier: Malgründe

(tut mir Leid, die Seite ist noch nicht fertig)

“Recycling” alter Bilder - Leinwand eines misslungenen Gemäldes retten

Sollte ein Bild trotz aller Anstrengungen misslingen, ist dies noch lange kein Grund die verwendete Leinwand (bzw. Malplatte, usw.) zu entsorgen. Auch hier sorgt das Bindemittel Öl für eine elegante Recyclingmöglichkeit. Wie sie einen Malgrund mit Hilfe gängiger Reiniger von allen Ölschichten befreien, können sie hier nachlesen: Leinwand-Recycling

 

 

 

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